Anlagemöglichkeiten für Kleinanleger

Auch heute noch haben viele Menschen ihr angespartes Vermögen einfach auf einem Sparbuch bei ihrer Hausbank liegen. Dies ist eine nachweislich sehr sichere Anlageform, die allerdings nur bedingt Rendite abwirft. Gibt es Anlagemöglichkeiten, die vergleichbar sicher sind, aber bessere Zinsen erwirtschaften? Im folgenden ein Überblick über einige Anlageformen, angefangen beim klassischen Sparbuch:
 

Sparbuch

Unter den für Privatanleger verfügbaren Anlageformen ist das Sparbuch sicher mit Abstand die konservativste Anlage. Die Zinsen betragen in der Regel nur zwischen einem halben und einem Prozentpunkt. Da sich die Inflationsrate in Deutschland in den letzten Jahren meist im Bereich über einem Prozent bewegte, verliert das auf einem Sparbuch angelegte Geld über die Zeit sogar leicht an Wert. Vorteil eines Sparbuches, vor allem wenn es bei einer Sparkasse oder Genossenschaftsbank liegt, ist allerdings die garantierte Einlagensicherung durch die Banken und den Staat.
 

Bundesanleihen

Bundesanleihen der BRD sind verzinsliche Wertpapiere mit meist sehr langen Laufzeiten. Diese reichen von fünf Jahren für Bundesobligationen bis hin zu Laufzeiten zwischen zehn und dreissig Jahren für Bundesanleihen. Mittlerweile sind sogar noch längere Laufzeiten angedacht, die sich wohl im Bereich von 50 Jahren bewegen dürften. Bundesanleihen sind für den Anleger eine hochgradig sichere Anlage, die Sicherheit dieser Form der Geldanlage beruht auf hervorragenden Bonität der Bundesrepublik Deutschland, die unter anderem mit der Ausgabe von Bundeswertpapieren ihr Haushaltsdefizit finanziert. Bundesanleihen haben dabei einen festgesetzten jährlichen Zinssatz.
 

Tagesanleihe

Als zeitgemäßere Anlageversion der Bundesanleihe wäre hier die Tagesanleihe zu nennen. Sie kombiniert die Vorteile von sicheren Bundeswertpapieren und der Anlage als Tagesgeld. Das angelegte Geld ist sicher, aber gleichzeitig auch täglich verfügbar. Ein weiterer Vorteil der Tagesanleihe ist die Gutschrift der Zinsen, die hier tatsächlich täglich erfolgt, und so den Anleger maximal vom Effekt des Zinseszinses profitieren lässt. Die Tagesanleihe wird von der Deutschen Finanzagentur herausgegeben und ihr schwankender Zinssatz ist direkt an den so genannten Interbanken-Zinssatz gekoppelt. Die Kontoführung eines Kontos für den Erwerb von Tagesanleihen ist bei der Deutschen Finanzagentur kostenlos möglich.
 

Tagesgeldkonto

Das direkte Wettbewerbsprodukt der Sparkassen und Banken zur Tagesanleihe des Bundes ist das Angebot von Tagesgeldkonten. Im Gegensatz zur Tagesanleihe werden die Zinsen hier allerdings nicht täglich gut geschrieben, sondern bestenfalls einmal monatlich, bei vielen Anbietern sogar quartalsweise oder gar nur einmal im Jahr. Dem Anleger entgeht auf diese Weise ein großer Anteil des Zinseszinseffekts. Die Kontoführung eines Tagesgeldkontos erfolgt fast immer online und kann deswegen von fast allen Anbietern kostenlos zur Verfügung gestellt werden.